Warum der richtige Schnitt entscheidend ist
Nicht jeder Schnitt hilft dem Baum. Falsch ausgeführt, kann er mehr schaden als nutzen – manchmal über Jahre hinweg. Worauf es ankommt.
Falscher Schnitt verursacht bleibende Schäden
Eine radikale Kappung („Kopfschnitt“) zwingt den Baum, an der Schnittstelle viele neue, schnell wachsende Triebe zu bilden. Diese sogenannten Reiterationstriebe sind schlecht mit dem Stamm verwachsen und brechen Jahre später oft genau dort wieder aus – mit deutlich größerem Risiko als vorher. Große, ungünstig gesetzte Schnittwunden heilen zudem schlecht und werden zum Einfallstor für Pilze und Fäulnis, die sich im Stamm ausbreiten können.
Der richtige Schnittpunkt
Direkt am Astring – der leicht verdickten Stelle, an der ein Ast aus dem Stamm oder einem dickeren Ast wächst – kann ein Baum seine Wunde am besten selbst verschließen. Wird zu nah am Stamm oder zu weit draußen geschnitten, verzögert sich die Wundheilung erheblich. Genau diese Stelle richtig zu treffen, ist eine Frage von Erfahrung – nicht von Kraft oder scharfem Werkzeug allein.
Der richtige Zeitpunkt
In Deutschland dürfen Bäume, Hecken und Gehölze laut § 39 Bundesnaturschutzgesetz vom 1. März bis 30. September nicht radikal zurückgeschnitten oder gefällt werden – zum Schutz brütender Vögel und anderer Tiere. Schonende Form- und Pflegeschnitte sind auch in dieser Zeit erlaubt. Fachlich am günstigsten ist meist die Vegetationsruhe im Winter, an frostfreien Tagen.
Werkzeug und Hygiene
Scharfes Werkzeug hinterlässt glatte Schnittflächen, die schneller verheilen als ausgefranste. Bei Bäumen mit Pilzbefall sollte das Werkzeug zwischen den Schnitten desinfiziert werden, damit sich Krankheiten nicht von Ast zu Ast oder von Baum zu Baum übertragen.
Deshalb prüft bei uns ein Profi jeden Vorschlag
Unsere KI liefert einen ersten Vorschlag – die fachliche Einschätzung, ob er zum Zustand deines Baums, zur Jahreszeit und zu den rechtlichen Vorgaben passt, trifft am Ende immer ein erfahrener Baumpfleger.
Lass deinen Baum von einem Profi einschätzen, bevor du selbst zur Säge greifst.
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